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Wolmirstedter Kanu-Verein e.V.

01. April 1954 | Volksstimme

Vier Jahre Sektion Kanu

Wolmirstedt. In wenigen Tagen feiern die Wolmirstedter Kanuten ihr traditionelles Anpaddeln. Wir erinnern uns gern an derartige Festtage unserer Wassersportler, geben sie doch einen Einblick in das Leben und Treiben der Jungen und Mädchen.

Festlich geschmückt ist der Sattelplatz. Vom großen Fahnenmast grüßen uns die Nationalflagge, die Fahnen der FDJ und die der Sportvereinigung Einheit. Bunt flattert das Flaggenalphabet im Wind und grüßt alle Vorüberziehenden.

Zwischen den aufgestellten Zelten laufen Menschen hin und her, ein Leben wie im Ameisenhaufen. Vom Wasser her grüßen einladend die farbenprächtigen Boote, und mancher Gast dieses Festes wünscht auch einen solchen Kahn sein eigen nennen zu dürfen. So war es drei Jahre lang hintereinander, wird es in diesem Jahr auch wieder so werden?

Bitte , Nein an den Kanuten liegt das nicht, das liegt am Wasser. Der Tag des Anpaddelns der Kanuten ist gleichzeitig der Geburtstag der Sektion. Vier Jahre wird sie alt. Ein schwerer Anfang, aber in kollektiver Zusammenarbeit Erfolg nach Erfolg errungen, wuchs und erstarkte die Sektion. Wenn wir uns das Bootshaus betrachten, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. 50 Boote werden hier beherbergt.

Allein diese Tatsache dürfte ein Zeichen der guten Arbeit sein. Eine herrliche Bilanz, 4 Jahre Sektion Kanu, 50 Boote, gute Erfolge in der Rennsportarbeit, 30000 km Wasserweg zurückgelegt usw. Viele freiwillige Arbeitsstunden wurden geleistet, alle mit dem Ziel, die Wasserverhältnisse in der Ohre positiv zu beeinflussen. Ohne jeden Erfolg war der gewaltige Arbeitsaufwand.

Das diesjährige Fest des Abpaddelns soll für die Kanuten die Abschiedsvorstellung vom Sattelplatz an der Ohre werden. Sie wollen sich zum letztem Mal allen Wolmirstedtern vorstellen, ihnen noch einmal die Erfolge ihrer Arbeit demonstrieren und von allen Abschied nehmen.

Der Rat der Stadt hat ihnen durch Beschluß des Stadtrates die Sportbaracke in Samswegen zugesprochen. Im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes der Stadt Wolmirstedt wird diese Baracke in ein ordentliches und sauberes Bootshaus verwandelt. Groß ist das Projekt, das vor ihnen liegt. Sie scheuen aber weder Arbeit noch Mühe. Zu 1800 freiwilligen Arbeitsstunden haben sich die Sportfreunde der Sektion Kanu bereits verpflichtet. Diese Verpflichtung ist aber erst der Auftakt zu noch größerer Arbeit, zu noch größeren Erfolgen.

Auf dem Gelände des neuen Bootshauses am Mittellandkanal wurden bereits 100 Pappeln gepflanzt. Die gesamte Projektierung ist abgeschlossen. Wer ahnt von diesen Plänen und Arbeiten etwas, wenn er auf der Amtsbrücke dem Treiben zuschaut. Dort wird gehobelt, gebohrt und geschraubt. Mit Pinsel und Farbtopf wird dem Holzgestell der letzte Schliff gegeben. Es ist ein besonders kraftschöpfendes Leben dort unten an der Ohrebrücke.

 

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Vom Ohrestrand und vom Kanal als pdf downloaden Anpaddeln der Kanuten