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Wolmirstedter Kanu-Verein e.V.

04. September 2010 | Volksstimme

Die erste Goldmedaille seit nunmehr zehn Jahren

Von Karl-Heinz Klappoth
Wolmirstedt. Lutz Neumann, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und seit 1985 Trainer bei den Wolmirstedter Kanuten, freut sich fast mehr über den Erfolg seines Schützlinges als Felix Gebhardt selbst. Der 13-jährige Wolmirstedter wurde im August in Köln in seiner Altersklasse überraschend Deutscher Meister bei den Canadiern.
Was dieser Goldmedaille aber einen so besonderen Glanz gibt, ist die Tatsache, dass seit über zehn Jahren kein Wolmirstedter mehr bei einer nationalen Meisterschaft oben auf dem Treppchen stand.
Nach den besonderen Charaktereigenschaften befragt, lobt sein Trainer vor allem den starken Ehrgeiz des 13-Jährigen, der im vergangenen Jahr achtfacher Landesmeister wurde: „Felix kann sich auf eine Sache konzentrieren, verliert aber nie sein großes Ziel aus den Augen. Ich denke, für einen Jungen in seinem Alter schon eine lobenswerte Eigenschaft“, betont Lutz Neumann. „Deshalb haben wir uns auch für ihn gefreut, dass er mit dem neuen Schuljahr an der Sportschule in Magdeburg lernt und beim SCM trainiert, wo Eckhard Leue sein Trainer ist.“
Den Titel bei den Deutschen Meisterschaften aber hat er noch für seine Heimatstadt Wolmirstedt eingefahren, wie der junge Athlet nicht ohne Stolz versichert. Es war für Felix nicht die einzige Medaille, die er in Köln gewann. Mit der Landesauswahl holte er zudem im C4 noch Silber.
Der Erfolg ist kein Selbstläufer, wie Lutz Neumann weiß, und sein Meisterschüler Felix bestätigt: „Mein Schul- und Trainingsalltag beginnt bereits um 5 Uhr. Nur 58 Minuten später fährt mein Zug, der mich nach Magdeburg bringt. Nach 19 Uhr bin ich erst wieder zurück in Wolmirstedt und dann müssen meist noch Hausaufgaben gemacht werden. Da bleibt wenig Zeit für andere Hobbys.“ Denn neben der Schule stehen für den hoffnungsvollen Canadier nämlich täglich bis zu vier Stunden Training auf dem Programm. Ein neues sportliches Ziel hat er auch bereits anvisiert. Im nächsten Jahr will er bei der Vergabe des Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften über 1000 Meter im Einer-Canadier ein gewichtiges
Wort mitreden. Lutz Neumann ist davon fest überzeugt, dass sein ehemaliger Schützling – der, wenn er Zeit findet, gern seine Mannschaftskameraden am Bootshaus besucht – den Titel holt: „Auch, weil er bei allen Erfolgen nie den Boden unter den Füßen verliert. Das beweist mir als ehrenamtlicher Übungsleiter einmal mehr, dass sich der persönliche Aufwand allemal lohnt, weil der Sport gerade im nachwuchsbereich eine gute Alternative für eine sinnvolle Freizeitgestaltung ist.“

 

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