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Wolmirstedter Kanu-Verein e.V.

14. June 2010 | Volksstimme

„Alamalacha“ geben Motto vor – schön, aber wenig erfolgreich Ergebnisse

Das Dutzend ist voll. Der 12. Großboot-Cup ist Geschichte. Und längst sind die 44 Boote, die am Start waren, wieder vor Anker gegangen. Knapp einhundert Rennen waren auf dem Mittellandkanal nötig, bevor die Sieger feststanden. Das Team der „Kanalraketen“ aus Zielitz durfte sich als schnellstes Boot feiern lassen. Ein Wermutstropfen: Trotz geistlichen Beistandes, Petrus zeigte sich am Sonnabend nicht gerade von seiner sonnigen Seite.

Von Karl-Heinz Klappoth

Elbeu. Wer da glaubte, die Fußball-WM, so wie sie seit Freitag in unserem Land zelebriert wird, ist durch keine andere Veranstaltung zu toppen, der hat zumindest am Sonnabend die Rechnung ohne den Großboot-Cup gemacht. Gezählt hat sie keiner, aber gefühlte hunderttausend Zuschauer verfolgten die knapp 100 Rennen am altehrwürdigen Mittellandkanal.
Auch wenn keines der 44 Boote – es ließen 34 Männer- und zehn Frauenteams ihre Sportgeräte zu Wasser – weltmeisterlich unterwegs war, die Stimmung in, auf und am Mittellandkanal war rekordverdächtig. Und bei allem Spaß, den der Großboot-Cup seit Anbeginn nicht nur bei den Wolmirstedter Kanufreunden verbreitet, sportliche Glanzlichter an einem (wettertechnisch) trüben Sonnabend wurden auch gesetzt – vom Team „Kanalraketen“ aus Zielitz. Die Auszubildenden schon im Vorjahr nicht zu stoppen, fuhren auch diesmal mit 28,40 Sekunden Streckenrekord.
Den Startschuss für die wohl größte breitensportliche Veranstaltung im Altkreis aber gab Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander, der diesmal geistlichen Beistand durch Superintendenten Uwe Jauch bekam. Doch allen Prophezeiungen zum Trotz, das Wetter war wenig sommerlich. Für die 44 Teams kein wirkliches Problem. Schon gar nicht für „Die scharfen Schwestern von‘t Heim“. „Wir wussten genau , worauf wir uns hier einlassen“, verriet Petra Großmann, Pflegeleiterin des Altenpflegeheims Rogätz, die erstmals mit ihren Kolleginnen an den Mittellandkanal kam, „nämlich auf viel überschäumendes Wasser. Da störte uns der Regen nicht wirklich.“
Da hatten die „Alamalacha“ aus Wolmirstedt, die nicht unbedingt gewinnen, sondern einfach nur gut aussehen wollten, mehr Probleme. Letztlich aber schien den Männern in den weißen Umhängen doch noch die Sonne. Für ihre bombige Idee bekamen sie zwar keinen Schönheitspreis, aber dafür den Spaßpokal überreicht.
Den Schönheitspreis aber hätten, wenn er zu vergäben wäre, die „Stars & Sternchen “oder „Die Pam‘s“ verdient. Denn die flotten Mädels brachten selbst hartgesottenste Seebären ins Wanken.
Auch der spektakulärste Cup geht einmal zu Ende. Zu Ende aber heißt am Bootshaus nicht vorbei. Denn sind die Boote ans Land geholt oder vor Anker gegangenen, dann wird zünftig gefeiert. Es muss so gegen 20 Uhr gewesen sein, als die ersten Klänge des DJ zu hören waren. Und offensichtlich können die Kanuten besser tanzen als paddeln, denn plötzlich zeigte sich die Sonne. Vielleicht war es auch bloß ein gutes Omen für eine großartige Veranstaltung. Weitere Bilder vom Großboot-Cup finden Sie unter: www.volksstimme.de/wolmirstedt   • Die „Kanalrakete“ für die schnellste gefahrene Zeit sicherten sich die „Kanalraketen“ aus Zielitz mit einer Zeit 28,40 Sekunden Bei den Frauen siegten die „Bettwanzen“ in 32,62 Sekunden. • Den Sonderpokal für die „Dolle olle schnelle Jolle“ – ein Sonderrennen zwischen Mannschaften, bei denen die Summe des Alters der Teilnehmer 333 Jahre überschreitet – gewannen die „Zinker“. Ihre Besatzung brachte es auf 450 Jahre, wobei der älteste Paddler 70 war. • Den Sonderpokal für die Familien (zwei Frauen, zwei Kinder unter 18 und vier weitere Teilnehmer aus einem Familienverbund) gewann die Familie Lutz Neumann aus Wolmirstedt. • Das Finale der Männer gewannen die „tecis &friends“ vor den „Kanalraken“ aus Zielitz. Dritter wurde das Team „Speed-Boot“. • Das Finale der Frauen sah das Team die „Liethe Ranch“ vorn. Zweiter wurde „Speed-Stars“. Auf Platz drei folgte das Team „Bleierne Enten“.

 

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