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Wolmirstedter Kanu-Verein e.V.

16. May 1993 | Volksstimme

Der Wolmirstedter Kanuverein besteht seit 1950

WOLMIRSTEDT-ELBEU. Zu einem der schönsten Flecken in der Wolmirstedter Gemarkung gehört das Bootshaus am Mittellandkanal in Elbeu. Mit viel Eigeninitiative und Liebe haben sich hier Generationen von Wassersportbegeisterten eine Heimstätte geschaffen. Nicht allein das: Bis zum heutigen Tage ist der „Wolmirstedter Kanuverein e. V.“ Leistungszentrum und zugleich Zubringer für den SCM Magdeburg. Dorthin wurden im Laufe der Jahre nicht weniger als 24 Talente delegiert - einer von ihnen schaffte den Weg nach ganz oben bis hin zu allerhöchsten Lorbeerehren: Mario Warthemann, der in Elbeu die fachgerechte Anwendung der „Kelle" erlernte, wurde 1987 Junioren-Doppelweltmeister im Einer-Kanadier auf der 500- und 1000-Meter-Distanz.

Ein weiterer Name, der für die Qualität des Elbeuer Kanusports bürgt, ist der von Christel Stegemann, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Heiß. 1966 errang die Mutter des Friedensfahrt-Siegers und heutigen Radprofis Steffen Wesemann bei den Europameisterschaften einen zweiten Patz. Endlos fortzuführen wäre an dieser Stelle die Erfolgskette: sie reicht weiter über den jetzigen Trainer und mehrfachen DDR-Meister im Kanadier, Lutz Neumann, bis hin zu den ungezählten Medaillengewinnern der früheren Spartakiaden sowie Kreis- und Bezirksmeisterschaften.

Die Anfänge des traditionsbeladenen Vereins gehen zurück bis in das Jahr 1950, und der Idealismus von einst hat sich bei den Mitgliedern bis in die Gegenwart erhalten. Der Vorsitzende Manfred Heute, seit 1954 dabei, erinnert sich: „Die Gründerväter Otto Zeitke und Günther Reising hoben die Sektion vor nunmehr 43 Jahren innerhalb der damaligen Betriebssportgemeinschaft „Einheit Wolmirstedt“ aus der Taufe. Die erste Heimstätte hatte ihren Platz bei der ehemaligen Drahtfabrik Leihe und Brauns an der Amtsbrücke.“ Dort jedoch wurde den Kanuten auf Grund der oftmals flachen Ohre schon bald das Wasser unter dem Kiel zu knapp. 1954 vollzog sich daher der Umzug zum Mittellandkanal. Eine von der Stadt Wolmirstedt angekaufte Baracke wechselte ihren Standort von Samswegen zum Elbeuer Hafen. Binnen kurzer Zeit gediehen die Anlagen bereits so weit, dass in den Jahren 1956 und 1957 die ersten Bezirksmeisterschaften im Kanurennsport ausgerichtet werden konnten. Dennoch war das Vereinsleben bis zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich vom Wasserwandern gekennzeichnet. Nach und nach fand jedoch der Rennsport zur Dominanz.

1966 erfolgte der massive Anbau eines Vereinsheimes. Sieben Jahre später kamen neue Sanitäranlagen hinzu. Die Baumaßnahmen wurden allesamt in Eigeninitiative getragen.

Hauptgesponsort wird der Verein heute von der Wolmirstedter Malerfirma OPTEAM, doch auch andere mittelständische Betriebe wie die Firma Reipsch und die Elektro GmbH unterstützen die Kanuten. Manfred Heute: „Weitere Sponsoren und Mitglieder - auch und gerade für den Nachwuchsbereich - sind uns jederzeit willkommen.“ Groß ist die Zahl derer, die das Wirken und Leben des Vereins maßgeblich beeinflusst haben und sich auch heute noch für die Belange des Bootshauses einsetzen doch mit demselben in besonderer Weise untrennbar verbundene Namen hebt Manfred Heute ganz speziell hervor: „Das Wirken der Familie Ladebeck hat viel zum Ansehen und guten Ruf des Vereins und der Gaststätte beigetragen.“ Letztere hat sich zu einem wahren Kleinod etabliert und wird von Horst und Hildegard Ladebeck bereits seit 1959 geführt. U.B.

Vereins-Portrait

Wolmirstedter Kanuverein e.V.

Anschrift: 0-3210 Wolmirstedt/Elbeu Am Bootshaus

Gründungsjahr: 1950

1. Vereinsvorsitzender: Manfred Heute

2. Vorsitzender: Lutz Neumann

Schatzmeister: Horst Tröster

Derzeitige Mitgliederzahl: 83

Übungsleiter: Lutz Neumann und Sven Eckstädt

Abteilungen: Kanurennsport Wasserwander

 

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