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Wolmirstedter Kanu-Verein e.V.

23. July 1992 | Volksstimme

Fast eine Woche Ferien auf dem Wasser

„Und eins, und zwei ...“ Im Gleichklang stechen die Paddel in den Mittellandkanal, treiben das l0er-Kajak-Boot ruckweise vorwärts. Im respektablen Abstand folgen Einerkajaks, Kanadier. Ein reges Treiben herrscht auf dem Wasser, und das schon seit Montag. An diesem Tag ging es für 27 Kinder zwischen 11 und 14 Jahren in die Ferien ins Bootshaus. Organisiert wurde dieser Aufenthalt von der Jugendorganisation des Kreissportbundes e. V., und es dauert alles genau eine Woche. Sportlehrer Klaus-Dieter Schoof hat den Hut auf, trägt dafür Verantwortung, dass es klappt. „Und hier klapp alles.“ Oliver spricht da für alle und legt Argumente auf den (Camping)-Tisch: „Der Anreisetag war noch nicht so toll, da wurden wir erst einmal in eins der 16 Zelte einquartiert.“ „Aber dann“, fällt ihm Adeline ins Wort, „überschlugen sich die Ereignisse. Am Dienstag ging es erstmals aufs Wasser.“ „Gar nicht so einfach, das Paddel so zu benutzen, dass man auch von der Stelle kam", meinte Heiko, der aber nach wenigen Stunden bereits ganz wie ein Alter paddelte. Am Nachmittag aber dann trieb die Sonne die Kinder nicht auf das, sondern ins Wasser. Am Jersleber See wurde nach Herzenslust getobt.

Mittwoch ging es wieder aufs Wasser. Doch es war ein ganz besonderer Tag. Denis lässt uns wissen, dass es schnurstracks zum Schiffshebewerk ging. Und erst angekommen, fuhren sie einmal hoch und gleich wieder runter. Das kostete Kraft, erinnert sich Marcel. Und Klaus-Dieter Schoof hatte ein Einsehen. Am Motorboot, das sich stets zur Sicherheit in unmittelbarer Nähe der Boote aufhält, festgebunden, ging es im Schlepptau zurück zum Bootshaus. Am Abend am Lagerfeuer, bei Röstkartoffeln wurde Seemannsgarn gesponnen, tauschte man die Erlebnisse des Tages aus. Und so wurde es spät. Sollte es auch, schließlich war noch eine Nachtwanderung geplant.

„Das hat so richtig gefetzt“, schwärmt Jane. „Da mussten wir Stationen anlaufen und schwierige Fragen beantworten, oder wissen Sie, wann die Olympischen Spiele beginnen?“ Da war guter Rat teuer Heute herrscht Wehklagen an Bootshaus. Kein Wunder, heißt es doch nach fünf erlebnisreichen Tagen, Abschied zu nehmen. K.-H. Klapproth

 

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