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Wolmirstedter Kanu-Verein e.V.

19. May 1973 | Volksstimme

Auf den Spuren der Kanuten...

Erst sieben Tage ist es her, als die Mädchen und Jungen am Wusterwitzer See im Bezirk Potsdam ihr Domizil für die Frühlingsferien eingerichtet hatten. Man schlug zwei Fliegen mit einer Klappe, nämlich Erholung nach guten schulischen Leistungen und ein eifriges Training im Einer oder Zweier für die bevorstehenden Kreis- Kinder- und Jugendspartakiade 1973. Die schöne Landschaft am Wusterwitzer See, vor allem die weiteren Wasserwege waren wie geschaffen dafür. Zur Halbzeit des Lagers besuchte unser Bildreporter die Wolmirstedter Kanuten. Vorweg gesagt, Schach Matt waren sie nicht, im Gegenteil, sie gingen auf Leistung! In Ferienlager der Lederfabrik "Herrmann Matern" und dem VEB Betonwerk Colbitz fühlten sich unsere Kanuten wohl. Wenn das Wetter sich auch nicht von der besten Seite zeigte, so waren alle in bester Stimmung. Während die älteren auf großer Fahrt waren, bemühte sich Übungsleiter Schoof um die "Anfänger". Immer schön in Sichtweite am Ufer entlang lernten sie das Bootsgefühl und die Sicherheit gewinnen. 20 bis 25 km war eine nicht seltene Trainingsleistung für die Fortgeschrittenen. Schnelligkeit und Ausdauer zeichnen die Kanuten aus. Was das bedeutet, bekommt der Anfänger sehr schnell mit. Und so kommt es dann auch mal vor, dass man umkippt und baden geht. Hier ist es Rainer Nolte, der den Pechvogel Ralf Möhrstedt an Land zieht. Ralf mag nicht ungehalten sein, ein Meister ist noch nie vom Himmel gefallen, auch bei den Kanuten nicht!

Die Muttis im Lager spielten die Frauen Hildegard Ladebeck, Anneliese Heute und Christel Schoof. Sie hatten besonders viel zu tun, um ihre Schützlinge satt zu bekommen. Wenn aus auch keine Extrawürste bei den Kanuten gibt, so werden doch die Wünsche zum Magenfahrplan berücksichtigt. Wenn Schnitzel und Eis zum Nachtisch aufgetragen werden, dann lässt es sich schon Leben. Ein großes Lob und viel Anhänglichkeit empfinden jedenfalls die drei fleißigen Muttis in der Küche. Der schnelle Trabi des Herrn Ladebeck war laufend auf Achse, um Proviant heranzuschaffen. 7:00 Uhr Wecken, Waschen am See (zur Abhärtung), um 8:00 Uhr Frühstück, dann in die Boote. Bis 11:30 Uhr wurde stramm gepaddelt. Nach dem Essen bis 14:00 Uhr Ruhe, dem Schläfchen folgte die zweite Trainingseinheit. Natürlich gab es auf Freizeit für die Erholung oder Ballspiele, aber Punkt 21:00 Uhr war Bettruhe! Weit gefehlt, wer da glaubt, die Kanuten währen Todmüde und die Decken gefallen. Da wurde noch lange Seemannsgarn gesponnen. Allen Betreuern gebührt Dank und Anerkennung für ihre Mühen. Den Kanuten wünschen die wie immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel und einen guten Start an den weiteren Regatten

 

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„Zugvögel“ auf Wasserstraßen als pdf downloaden Erfolgsserie der Kanuten hält an