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Wolmirstedter Kanu-Verein e.V.

07. May 1954 | Volksstimme

Das Bootshaus der Kanuten steht

Nationales Aufbauwerk der Stadt Wolmirstedt 1954: Sportstadion Rogätzer Straße. Freilichtbühne im Park des VEB-Baubetriebes. Als jüngstes Projekt kam Ende März das Bootshaus der Kanuten am Mittellandkanal hinzu.

Die Sportfreunde der Sektion hatten sich angesichts dieser Tatsachen spontan zu 1500 freiwilligen Arbeitsstunden verpflichtet. Durch den Beschluß des Stadtrates in Anwesenheit je eines Vertreters der Sektion Fußball und der Sektion Kanu und des Organisationsleiters der BSG Einheit wurde den Kanuten nach vorherigem langen Hin und Her in der BSG-Leitung die Sportbaracke in Samswegen zugesprochen.

In vielen freiwilligen Arbeitsstunden wurden die Arbeiten zum Aufbau des 30 Meter langen und 12 Meter breiten Holzhauses gefördert. Ein altes vorhandenes Fundament mußte beseitigt und der lange Platz planiert werden. Das Fundament wurde ausgeschachtet. Es war eine Freude mit anzusehen, mit welchem Eifer und welchem Schwung die Mädchen und Jungen in den einzelnen Brigaden ihre Arbeit verrichten. Der Kollege Bürgermeister hat den Sportfreunden den Zement zur Verfügung gestellt und für den Antransport gesorgt.

Langsam Meter für Meter, wuchs das Fundament. Dann sollte eine Brigade von 10 Sportfreunden nach Samswegen fahren um die Baracke abzumontieren. Bereits Samstag arbeiteten 10 Laien daran und nahmen Teil für Teil von dem Ganzen ab, so daß am Abend nur noch die Hälfte der Baracke stand. Der Sonntag sah die Kanuten um 7 Uhr schon wieder auf der Baustelle.

Eine Stunde später trafen die ersten Fahrzeuge ein, welche die einzelnen Teile abzutransportieren hatten. Das der Abtransport der Barackenteile so gut geklappt hat ist ein Verdienst der Kollegen Traktoristen der MTS Wolmirstedt. Sie sind dem Ruf des Kollegen Bürgermeister gefolgt, der die Fahrten vorbildlich organisiert hatte. Als am Sonntag der 23. Anhänger beladen war, deutete nur das Fundament daraufhin, daß hier eine Baracke gestanden hatte. Bis auf einige blaue Stellen und kleinere Hautabschürfungen ging alles gut ab. Am Mittellandkanal war inzwischen das Fundament fertiggestellt, und die ersten Brigaden waren bereits mit dem Entnageln der Leisten und Platten beschäftigt. Andere wieder sortierten die fertigen Wände. Eine weitere Brigade verlaschte die 12 Meter langen Binder. Ein emsiges Treiben herrschte.

Am 6. April hatten die Kanuten mit den ersten Arbeiten begonnen, an dem Tag, als sie Nachricht bekamen, daß sie aus dem Aufkommen des VEB Sporttoto 2000 DM für den Aufbau des Bootshauses erhalten würden. Am 10. und 11. April wurde die Baracke bereits abmontiert und abtransportiert. Dann kam eine arbeitsreiche Woche. Schon am 24. April begannen sie mit dem Aufstellen der einzelnen Teile. Das Fundament war hart und hatte die Klopfprobe bestanden.In einem bisher nie gekannten Elan ging die Arbeit vor sich. Als die Sportfreunde die Baustelle um 20 Uhr verließen, stand bereits die Hälfte des künftigen Bootshauses

Am Sonntag ging die Arbeit dann mit Musik noch schneller, und um 13 Uhr konnte die Richtkrone aufgesetzt werden. Die Kanuten haben sich selbst übertroffen. Mehr als 1000 freiwillige Arbeitsstunden sind bereits geleistet. Welche Sektion eifert ihnen nach? Vielleicht die Rasensportler?

 

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